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Wasserversorgungsverband
Mauracherberg

Wir über uns

Wer erinnert sich noch an den Zustand der Wasserversorgung in unserem Gebiet, bevor der Wasserversorgungsverband Mauracherberg gegründet wurde? Wer erinnert sich noch daran, wie man im Sommer bangen musste, ob das Wasser ausreicht? Im Sommer 1962 brach in Denzlingen zum letzten Mal die Wasserversorgung zusammen, so dass Verbrauchsbeschränkungen angeordnet werden mussten. Bereits kurze Zeit später konnte der Wasserversorgungsverband Mauracherberg die Einspeisung ins Ortsnetz aufnehmen und die Wasserversorgung in Denzlingen dauerhaft sichern.

Die Erfolgsgeschichte des Wasserversorgungsverbandes Mauracherberg begann 1959 mit dem Zusammenschluss der Gemeinden Buchholz, Denzlingen, Kollmarsreute, Reute, Vörstetten und Wasser zu einem Planungsverband. Am 08.01.1960 wurde im Rathaus Denzlingen durch Beschluss der Verbandsversammlung der Zweckverband "Wasserversorgungsverband Mauracherberg" gegründet. Die ersten Mitglieder der Verbandsversammlung waren die
Herren Bürgermeister Albert Höfflin für Denzlingen, David Moosmann für Buchholz, Heinz Ritter für Vörstetten, Alfred Sick für Wasser, Anton Siegel für Reute und Hermann Spöri für Kollmarsreute. Zum 1. Vorsitzenden wurde Bürgermeister Alfred Höfflin gewählt. Die Gemeinde Kollmarsreute schied schon bald nach der Gründung des Verbandes wieder aus, da die Belieferung mit Wasser von der Stadt Emmendingen übernommen wurde.

Mit Beschluss der Verbandsversammlung und entsprechender Änderung der Verbandssatzung vom 05.01.1961 wurde der Wasserversorgungsverband Glottertal Mitglied im Zweckverband Wasserversorgungsverband Mauracherberg. Im Wasserversorgungsverband Glottertal hatten sich zuvor die damals noch selbständigen Gemeinden Föhrental, Heuweiler, Ohrensbach und Unterglottertal zusammen geschlossen. Zuletzt ist zum 1. Januar 1973 der Wasserversorgungsverband Waldkirch-Kollnau dem Wasserversorgungsverband Mauracherberg beigetreten.

Durch die Gemeindereform gab es weitere Veränderungen der Mitgliedschaft. So besteht der Wasserversorgungsverband heute aus den Mitgliedern Denzlingen, Vörstetten, Reute, Waldkirch, Emmendingen, Glottertal und Heuweiler. Abgesehen von den Ortsteilen Buchholz und Suggental wird
die StadtWaldkirch nur insoweit versorgt, als die eigenen Quellen am Kandel für die Versorgung nicht ausreichen. Für die Stadt Emmendingen
werden nur der Ortsteil Wasser und das Gewerbegebiet über der Elz versorgt. Der Verband liefert heute jährlich rund 1,6 bis 1,7Millionen Kubikmeter Trinkwasser an die Verbandsgemeinden, die das Wasser an den so genannten Übergabestellen in ihre örtlichen Versorgungsnetze übernehmen.
Für die innerörtliche Verteilung des Trinkwassers bis hin zu den Hausanschlüssen der Verbraucher sowie die Pflege und Wartung der innerörtlichen Netze sind die Mitgliedsgemeinden selbst zuständig.

Die kommunale Struktur unserer Wasserversorgung hat sich bewährt. Die Versorgungssicherheit ist zu jeder Zeit gewährleistet und die Trinkwasserqualität nimmt im internationalen und nationalen Vergleich einen Spitzenplatz ein. Die Ausführung der Wasserversorgung in kommunaler Verantwortung ist für diese Qualität Garant. Sie gewährleistet einen nachhaltigen Umgang mit dem Umweltgut "Wasser" vor Ort unter Berücksichtigung der jeweiligen Interessen der
Bürgerinnen und Bürger und sichert Investitionen und Arbeitsplätze in der Region. Die interkommunale Zusammenarbeit ist auch der beste Weg, um betriebs-wirtschaftlich optimale Strukturen im Bereich der Wasserversorgung zu schaffen.

Da die Geschäfte desWasserversorgungsverbandes bis heute im Rathaus Denzlingen verwaltet werden, wird regelmäßig der Bürgermeister der Gemeinde Denzlingen zumVerbandsvorsitzenden gewählt. Die Geschäftsführung des Wasserversorgungsverbandes wird vom Kämmerer des Gemeindeverwaltungsverbandes Denzlingen-Vörstetten-Reute mit seinem Team im Rathaus Denzlingen wahrgenommen.

Wasser ist ein natürliches Umweltgut und eine unverzichtbare Lebensgrundlage. Wasser ist kein handelbares Wirtschaftsgut wie jedes andere. Es geht bei der Wasserversorgung nicht in erster Linie um den Verkauf eines Produktes, sondern um Verbraucher- und Umweltschutz im Interesse der Bürgerinnen und Bürger. Der falsche Weg, um mehr Effizienz zu erreichen, wäre eine Liberalisierung im Bereich der Wasserversorgung. Sie bietet für den Verbraucher
keine Vorteile. Insbesondere aufgrund der hohen Fixkosten ist nicht davon auszugehen, dass die Wasserpreise in wahrnehmbaren Größenordnungen reduziert werden könnten. Der Einführung von mehr Wettbewerb in der Wasserversorgung sind unter dem Blickwinkel von Umwelt- und Gesundheitsschutz enge Grenzen gesetzt. Eine Liberalisierung stellt daher ein Experiment mit ungewissem Ausgang dar. Der Wasserversorgungsverband Mauracherberg setzt sich deshalb für die Beibehaltung der vorhandenen Strukturen der Wasserversorgung in Deutschland ein und steht zur Beibehaltung der kommunalen Struktur des Wasserversorgungsverbandes Mauracherberg.