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Wasserversorgungsverband
Mauracherberg

Wassergewinnung

Der Wasserversorgungsverband Mauracherberg betreibt insgesamt 6 Brunnen. Die 1960/62 erstellten Horizontalfilterbrunnen, auf Gemarkung Wasser und Vörstetten, konnten den Bedarf bis zum Jahre 1973 gerade noch decken. Diese beiden Brunnen sind in den Kiesgrundwasserleiter, das so genannte obere Grundwasserstockwerk, auf etwa 11 m abgeteuft. Die Leistung der beiden Horizontalfilterbrunnen liegt derzeit je Brunnen bei etwa 40 l/s (Liter pro Sekunde). 1971/72 wurden die Brunnen III und IV auf der Gemarkung Reute erstellt. Die beiden Brunnen reichen in den Karst- oder Kluftgrundwasserleiter bis zu einer Endtiefe von 98 Metern. Beide Grundwasserstockwerke sind hydraulisch voneinander getrennt und an den Bohrungen wieder abgedichtet worden, so dass keinerlei Verbindung besteht. Die Abdichtung wird durch ständige Aufzeichnung der Grundwasserstände überwacht. Den Brunnen III und IV werden derzeit maximal 70 l/s und 50 l/s entnommen. Aus Gründen der Versorgungssicherheit wurde 1992/93 der Brunnen V in der Nähe des Wasserwerkes gebaut. Dieser Brunnen ist ebenfalls wie die beiden Brunnen in Reute in den oberen Muschelkalk abgeteuft worden. Der Brunnen V konnte allerdings die Erwartungen nicht erfüllen und blieb mit einer Entnahmemenge von 12 l/s weit unter der Leistungskraft der Brunnen III und IV. Zur dauerhaften Sicherung der Versorgung, insbesondere aufgrund der Notwendigkeit, den leistungsstarken Brunnen IV zu sanieren, musste deshalb ein weiterer Brunnen im Bereich der Brunnen III und IV auf der Gemarkung Reute gebohrt werden. Der neue Tiefbrunnen VI wurde 2011 mit einer Leistungskraft entsprechend der Brunnen III und IV in Betrieb genommen. Die Gesamtentnahmemenge des Wasserversorgungsverbandes ändert sich durch den neuen Brunnen nicht. Das Ziel der Sicherstellung der Versorgung konnte mit dem Brunnen VI erreicht werden. Die notwendige Sanierung des Brunnen IV wird im 2. Halbjahr 2012 durchgeführt.

Speicherung

Für die Versorgung der Ortsnetze und konstante Druckverhältnisse stehen Hochbehälter zur Verfügung. Der gesamte Speicherinhalt entspricht etwa einem Tagesbedarf. So steht für die Niederzone, d. h. für die Gemeinden Denzlingen Unterdorf, Vörstetten, Reute und für den Stadtteil Emmendingen-Wasser, der Hochbehälter Moggenbrunnen mit einem Inhalt von 1.200 Kubikmetern zur Verfügung. Für die Hochzone, d. h. für die Gemeinde Denzlingen Oberdorf und Waldkirch-Buchholz, stehen die beiden Hochbehälter Steinhalde und Einbollen mit einem Inhalt von 1.800 bzw. 3.500 Kubikmetern zur Verfügung. Im Hochbehälter Einbollen ist für die noch höher liegenden Gemeinden Glottertal und Heuweiler sowie für die Stadt Waldkirch und seinem ihrem Ortsteil Suggental jeweils ein Pumpwerk integriert.

Wasserqualität

Das abgegebene Trinkwasser entspricht den Anforderungen der Trinkwasserverordnung (TrinkwV). Die überwachten Parameter sind weit von den Grenzwerten entfernt. Dem Wasser werden keine Chemikalien zugesetzt. Lediglich die Rohwässer der Brunnen I und II werden im Wasserwerk über einen Naturkalksteinfilter entsäuert, weil in den geologischen Formationen, aus denen das Wasser entnommen wird, dieser natürliche Kalkstein fehlt (typisches Schwarzwaldwasser). Jährlich wird das Trinkwasser dreimal chemisch-physikalisch untersucht. Daneben bestätigen ca. 60 mikrobiologische Wasseruntersuchungen jährlich eine einwandfreie Wasserqualität. Das Trinkwasser wird nicht desinfiziert. Leitfähigkeit und pH-Wert werden kontinuierlich gemessen und dokumentiert. Das mit einer Härte von 0,98 mol/Kubikmeter (entspricht ca. 5,5° dH) als weich zu bezeichnende Wasser ist dem Härtebereich 1 gemäß Waschmittelgesetz zuzuordnen.